Teufelsfels

Der Teufelsfels steht auf einer der höchsten Erhebungen des Lützelsoons. 569 m über dem Meerespiegel thront mitten im Wald ein imposanter Quarzfelsen, welcher bis in die 1960er Jahre bestiegen werden konnte. Aus Sicherheitsgründen wurden die Geländer und die Leiter auf den Felsen in den 1970er Jahren entfernt.

Im Jahre 1984 hat die Gemeinde Hennweiler neben dem Felsen einen steinernen Aussichtturm errichten lassen, welchen man dank seines Initiators Heinrich Heimfahrt im Volksmund “Langer Heinrich” nennt. Auf seiner Aussichtsplatform in knapp 11 m Höhe bietet der Turm eine sagenhafte Aussicht über die Weiten des Hunsrücks, zum Idarwald, ins Nahetal und bis zum Donnersberg. Die nahegelegenen Orte Schneppenbach, Bruschied und Hennweiler ergänzen diese beindruckende landschaftliche Kulisse.

 

Erreichbarkeit

Der Teufelsfels ist in knapp einer Stunde zu Fuß von unserem Haus aus zu erreichen. Es bietet sich an, die Wanderung zu verlängern und auch die Aussichtspunkte Blickenstein und Katzenstein zu besuchen. Der Weg dorthin führt durch den wunderschönen Lützelsoon  und bietet eindrucksvolle Ausblicke und eine traumhafte Landschaft.

 

Die Legende vom Teufelsfels

Die Menschen in der Umgebung versuchten sich schon immer zu erklären, wie der große Quarzfelsen auf den Höhenzug mitten im Lützelsoon kam. In den Dörfern ringsum den Teufelsfels erzählt man sich dazu folgende Legende:

Vor vielen Jahren fiel dem Teufel auf, dass kaum mehr Leute aus Bundenbach in die Hölle kamen. Das ärgerte ihn sehr. Des Teufels Großmutter wußte, dass an vielen Orten Kirchen gebaut wurden und darum niemand mehr etwas vom Teufel wissen wolle. Sie riet ihrem Enkel deshalb: “Nimm einen dicken Stein, mache dich auf den Weg und wirf ihn auf die Kirche von Bundenbach!”.

Der Gedanke Gefiel dem Teufel und so suchte er sich einen mächtigen Stein mit dem er sich auf den langen Weg nach Bundenbach machte. Die schwere Last und die große Hitze des Tages zwangen ihn zur Rast auf der Höhe über Bruschied. Eine alte Frau kam des Weges mit einem großen Rucksack auf ihrem Rücken.
Der Teufel sprach die Frau an um den Weg nach Bundenbach zu erfahren welchen er nicht genau kannte. Er wollte wissen, wie weit er noch laufen müsse und wie man am Besten dorthin kommt.
Der Frau war die recht seltsam aussehende Gestalt nicht geheuer und sie ahnte, dass diese nichts Gutes im Schilde zu führen schien. Darum gab sie dem Teufel freundlich Antwort: “Ich komme gerade des Weges von Bundenbach. Seht in meinen Rucksack: All diese Schuhe habe ich bereits abgelaufen.”
Der Teufel warf einen kurzen Blick hinein, dann schleuderte er tobend den großen Stein vor sich hin und verschwand.

Die Frau war die Gattin des Bundebacher Schusters. Sie sammelte in den Dörfern der Umgebung kaputte Schuhe ein, die ihr Mann reparieren sollte.